Positionen


Die Freunde der Freiheit fühlen sich der Republik Österreich verpflichtet. Sie tragen zur Einigkeit Europas bei. Sie halten Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hoch. Sie nehmen die wachsenden und besorgniserregenden Bedrohungen der Freiheit wahr, verteidigen Menschenwürde und individuelle Freiheitsrechte.

Die Freunde der Freiheit erachten die Kosten von Unfreiheit als unerträglich. Sie wollen ökosoziale Marktwirtschaft mit gleichen Chancen für jede und jeden, sowie Leistungsgerechtigkeit. Die Freunde der Freiheit resignieren nicht angesichts der negativen wirtschaftlichen Entwicklung. Sie halten den Aufschwung für möglich.

Freiheit und Verantwortung sind stets aufeinander bezogen.

Die heutige Generation an Europäerinnen und Europäern hat wie keine zuvor ein Europa geerbt, das ein Raum der Freiheit und des Rechts ist, auf der Basis der vier Grundfreiheiten der Europäischen Union. Die Freunde der Freiheit übergeben kommenden Generationen eine Gesellschaft, die auf Freiheit und Verantwortung baut sowie auf fachliches Können, wissenschaftliche Neugier und zeitlose Werte, die durch das jüdische und christliche Erbe sowie die Ideale der Aufklärung tradiert sind.

Die Freunde der Freiheit machen der österreichischen Christdemokratie – eingebettet in die europäische – ein ideelles Geschenk, eröffnen neue Horizonte, errichten gemeinsam mit Kräften guten Willens gleichsam eine Arche für Staat und Gesellschaft, um aus schwierigen Zeiten mit Stärkung und Zukunftsfähigkeit hervorzugehen, insbesondere im Sinne kommender Generationen; das auf der Basis der folgenden drei Säulen:

Generationen vor uns haben auf der Basis der Lehren aus der Geschichte, durch enorme Anstrengungen sowie durch die kraftvolle Überwindung tiefer gesellschaftlicher Gräben für Österreich und Europa den bisher höchsten zivilisatorischen Reifegrad ermöglicht. Diese Zivilisation ist in Gefahr – von innen durch Populismus, Nationalismus, Extremismus und Antisemitismus, von außen durch hybride Kriegsführung, Desinformation, Terrorismus und die Verlockung in Abhängigkeiten.

Die Freunde der Freiheit setzen diesen acht Gefahren acht Zielwerte – in Theorie und Praxis – entgegen:

  • demokratiepolitische Bildung und Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen
  • entwickelter Parlamentarismus und Rechtsstaatlichkeit
  • Presse- und Medienfreiheit sowie Freiheit von Kunst und Wissenschaft
  • Meinungs- und Redefreiheit jenseits der Cancel Culture
  • Räume für menschliche Kreativität und Weisheit in einer Mehr-Optionen-Gesellschaft
  • Innovation durch Neugier jenseits von Tabus
  • Weltoffenheit und auch geistige Landesverteidigung
  • Verantwortungsvoller Gebrauch von Freiheit und Transparenz

Es gilt, den Drohszenarien unserer Zeit mit Hoffnung zu begegnen, daraus Kraft zu schöpfen, und Hand in Hand mit Menschen unterschiedlicher Prägung voranzugehen.

  • Die erste Generation einer Zeit mit tiefem Verständnis für Bildung und Wissenschaft, Kultur und persönlich gelebte Solidarität sowie die Würde und Gleichwertigkeit jedes Menschen macht sich auf zur Gestaltung von Staat und Gesellschaft.

Eine schleppende oder sogar negative wirtschaftliche Entwicklung, Verlust von Wohlstand, sozialer Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit dürfen nicht als neuer Normalzustand hingenommen werden.

  • Durch öffentliche Haushalte, die ausgeglichene Abschlüsse anstreben,
  • durch Deregulierung im Sinne der Ermöglichung von Investitionen und
  • der Wertschätzung für unternehmerisches Wirken,
  • sowie die Verteidigung von Selbstbestimmung inklusive der Schaffung von Eigentum,
  • durch ein neues Verständnis von Arbeit und Demografie, von Arbeitsmarkt und Entwicklung,
  • insbesondere durch Arbeitsmigration sowie die Unterstützung von Kindern und Familien,
  • ist für Staat und Gesellschaft, für die Europäische Union und den gesamten Kontinent,
  • der Aufschwung zu schaffen.

In der Interpretation sowie der Vertiefung der Ideen der Freunde der Freiheit und als Anregung zu Diskussion – sowie manchmal als konstruktive, funktionale Provokation – finden sich hier Texte von Freunden der Freiheit. Sie geben persönliche Meinungen und deren Reflexion wieder

Genau ein Vierteljahrhundert vor der Gründung der Freunde der Freiheit wurde die Initiative Christdemokratie mit ihrer „Charta“ aus der Taufe gehoben. Das „Wie“ der Freunde der Freiheit orientiert sich an diesen beiden Absätzen der Charta aus 1999:

Absatz 3 der Charta der Initiative Christdemokratie 1999:
Dem Extremismus und Fundamentalismus jeglicher Richtung setzen wir eine Politik mit Vernunft und Maß entgegen, die den Dialog und nicht den ideologisch oder religiös begründeten Befehl zur Methode hat.
Dem politischen Opportunismus treten wir mit der Orientierung auf Werte entgegen, vor allem jenen der einander inhaltlich bedingenden Freiheit und Verantwortung sowie Toleranz und Solidarität.
Der Haltung des Materialismus begegnen wir mit dem Glauben an einen letztlich immateriellen Sinn des Lebens, der in der Leistung für das Mit- und nicht Neben- oder Gegeneinander zum Ausdruck kommt:
Dem Zentralismus, der dem Einzelnen Rechte und Pflichten nimmt, stellen wir die Subsidiarität entgegen, die Bewusstsein für Verantwortung erfordert und Gestaltung mit Phantasie ermöglicht.

Absatz 4 der Charta der Initiative Christdemokratie 1999:
Wir betonen die formelle Unabhängigkeit der Christdemokratie von den christlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften. Jeder Mensch, der sich mit den genannten Zielvorstellungen identifiziert, ist uns, ungeachtet seines eventuellen religiösen Bekenntnisses, zur Mitarbeit willkommen.

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